Das Niedtal

Es kommt nicht von ungefähr, dass man gelegentlich Rehlingen-Siersburg als "Niedtalgemeinde" bezeichnet. In der Tat ist unser Heimatflüsschen Nied so etwas wie die Visitenkarte unserer Gemeinde wie auch der an ihr gelegenen Städte und Orte im benachbarten Lothringen.

Die idyllische Nied ist der zweitgrößte Nebenfluss der Saar. Mit ihren beiden Quellflüssen „Nied Allemande“ und „Nied Francaise“, bildet sie eine noch weitgehend naturbelassene Flusslandschaft.

 

Umwelt- und Naturschutz sind im Niedtal von besonderer Bedeutung. Trotzdem, oder gerade deswegen, kommt dem gesamten Niedraum eine bemerkenswerte Freizeit- und Erholungsfunktion zu.  Aus Umweltschutzgründen ist das Befahren der Nied mit Booten vom 15. März bis zum 30. Juni nicht erlaubt. Ebenso in der übrigen Zeit,  wenn der Wasserstand unterhalb von 30 cm liegt (gemessen am Pegel Niedaltdorf).
Am Lauf der Nied auf deutschem Gebiet sind zwei Campingplätze angesiedelt: der Campinplatz Siersburg linksseitig und direkt im Anschluss daran der Campingplatz Mühle Conrad am rechten Ufer der Nied.

Dem Lauf der Nied in Richtung Quellflüsse folgend kommt man u.a. zu diesen interessanten Punkten:

Heimatmuseum Hemmersdorf (auf der linke Niedseite, am westlichen Ende von Hemmersdorf)
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Wackenmühle
(Ausflugslokal mit imposantem Wehr und intaktem Mühlrad, zwischen Hemmersdorf und Niedaltdorf)

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Grafenthal
(ein besonders idyllischer Abschnitt des Niedtales im Grenzbereich zu Frankreich)

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Naturtropfsteinhöhle
in Niedaltdorf

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Keltenhaus
(Beginn des Nachbaus einer Keltensiedlung, im Wald zwischen Niedaltdorf und Neunkirchen lès Bouzonville)
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Abteikirche Sainte-Croix
(Gotisches Bauwerk, unmittelbar an der Nied in Bouzonville gelegen)

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Schloss Saint-Sixte
(aus dem 12. Jahrhundert, am linken Niedufer bei Freistroff)
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Vereinigung der beiden Nied-Quellflüsse
bei Condé-Northen

Eindrucksvoll ist auch, was Flora und Fauna des Niedtals zu bieten haben.
So hat die Nied überregionale Bedeutung für die Libellenfauna. Charakteristisch aus vogelkundlicher Sicht sind  Eisvogel, Wasseramsel, Graureiher, Gänsesäger und Gebirgsstelze. Die Nied gehört außerdem zu den fischreichsten Gewässern des Saarlandes.

Kurz vor der Mündung der Nied in die Saar prägt der Siersberg mit der weithin sichtbaren hochmittelalterlichen Burgruine der Siersburg (in knapp 300 m Höhe) die Landschaft zwischen Nied- und Saartal.

Über direkt an der Nied (oder nahe daran) verlaufende Wege lässt sich das reizvolle Niedtal – zu Fuß oder per Rad –  unmittelbar erleben.

(Quellen: Website der Gemeinde Rehlingen-Siersburg und des Naturpark Saar-Hunsrück)